Als Patient Behandlungen hinterfragen

26. August 2015
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 Berlin (ots) – Immer mehr Menschen nehmen das Recht wahr, Behandlungen beim Arzt oder in der Klinik zu hinterfragen. Zu diesem Schluss kam der Medizinische Dienst (MDK) des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, denn die Anzahl der Gutachten auf Behandlungsfehlervorwürfe seien 2014 um 0,5 Prozent gestiegen.
Bei der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) zeichnet sich ein noch deutlicherer Trend ab. Die Krankenkasse erhielt letztes Jahr 196 Anträge zur Prüfung auf Behandlungsfehler, was eine Steigerung von 17 Prozent ausmacht. Die meisten Vorwürfe richteten sich gegen Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte.

Versicherte bei der Feststellung von Behandlungsfehlern zu unterstützen, ist ein Service der BKK VBU. Vorteile hat aber auch die Krankenkasse. „Alleine in 2014 waren die Verhandlungen mit den Haftpflichtversicherungen so erfolgreich, dass Einnahmen in Höhe von 362.537,51 Euro realisiert werden konnten. Dieses Geld können wir wiederum in Zusatzleistungen investieren, die allen Versicherten zugutekommen“, sagt Martina Zimmermann, Bereichsleiterin Gesundheitsmanagement bei der BKK VBU.

2013 wurde ein Gesetz verabschiedet, das die Patientenrechte stärken soll. „Das Patientenrechtegesetz hat alle Rechte und Pflichten von Patienten zum ersten Mal in einem Gesetz gebündelt, um mehr Transparenz zu schaffen, was grundsätzlich gut ist“, so Martina Zimmermann. „Trotzdem liegt die Beweisführung, ob ein Behandlungsfehler vorliegt oder nicht, immer noch beim Patienten.“ Der juristische Weg kann mitunter Jahre dauern. Denn ein Schadensersatzanspruch kann in der Regel nur geltend gemacht werden, wenn der Patient nachweisen kann, dass der Behandlungsfehler tatsächlich auch die Ursache des bei ihm eingetretenen Gesundheitsschadens ist.

Denn nur ein informierter Patient ist ein mündiger Patient, der für seine Rechte eintreten kann.

„Wenn Versicherte den Verdacht haben, einem Behandlungsfehler zum Opfer gefallen zu sein, nehmen wir den Fall auf und leiten ihn an den MDK weiter, der ein kostenfreies Gutachten für den Versicherten erstellt.

Dieses ist eine gute Orientierung, um herauszufinden, ob ein Behandlungsfehler vorliegt. Bestätigt sich der Verdacht, empfehlen wir einen spezialisierten Anwalt“, erklärt die Expertin. Bei der BKK VBU kümmern sich drei spezialisierte Mitarbeiter um die Bearbeitung von Behandlungsfehlern. Neben der Zusammenarbeit mit dem MDK engagiert sich die BKK VBU seit 2012 als erstes institutionelles Mitglied im Freundeskreis der Alexandra Lang Stiftung. Diese berät und unterstützt Menschen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie durch einen medizinischen Behandlungsfehler schwer geschädigt wurden. Regelmäßige Informationsabende zu Patientenrechten runden den Service der BKK VBU ab. „Information steht an erster Stelle.

Denn nur ein informierter Patient ist ein mündiger Patient, der für seine Rechte eintreten kann.

Ihr Finanzhaus Ecker-Wilke

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