Bruttopolice, Nettopolice, wo liegt der Unterschied?

An dieser Stelle beschäftigen wir uns mit Alternativen von den klassischen Versicherungsprodukten. In der Welt der Versicherungen verdienen viele in der Kette bis zum Verbraucher mit. Es gibt jedoch Tarife auf dem Markt, die wesentlich günstiger sind. Dies ist jedoch nur möglich, weil die klassischen Vertriebswege außen vor bleiben und der Berater keinerlei Zuwendungen vom Produktanbieter bekommt.

Beispielrechnung – Bruttotarif vs. Nettotarif

Wir nehmen an jemand spart über 30 Jahre monatlich 150 Euro in einen Vertrag. Dies ist eine gängige Größe und eine übliche Laufzeit. Wir nehmen an beide Policen sind mit Fonds hinterlegt, die eine Bruttorendite von 6% jährlich erwirtschaften. (Bruttorendite vor den Fondskosten)

Vergleich: Provisionstarif vs. Honorartarif

Bruttotarif (Provisonstarif) vs. Nettotarif (Honorartarif)

Bruttotarif (Provisionstarif)
  • 4% Abschlusskosten
  • 0,3% Kosten auf Fondsguthaben
  • 10% Verwaltungskosten
  • 3% Fondskosten
  • Stückkosten: keine

Dieser Tarif repräsentiert eine übliche Fondspolice. Die Kosten sind im Vergleichschart vergleichsweise am unteren Bereich. Übliche Abschlusskosten sind zwischne 4% und 8%. Verwaltungskosten sind zwischen 8% und 16%. Die Fondskosten sind mit 3% ebenfalls niedrig angesetzt. Durschnittlich liegen diese bei Gesamtkosten von 3,52%. (Quelle: Versicherungswissentschaftliche Studien 37, Dr. Mark Ortmann, 201

Nettotarif (Honorartarif)

  • Abschlusskosten: keine
  • 0,3% Kosten auf Fondsguthaben
  • 4% Verwaltungskosten
  • 0,5% Fondskosten
  • Stückkosten: 12 EUR p.a.

Dieser Tarif ist ein üblicher „Honorartarif“ („Nettotarif“). Die Fondskosten sind mit 0,5% deswegen so niedrig, weil auf kostengünstige passive Investmentstrategien mit ETFs zurückgegriffen werden kann. Alle Gebühren sind transparent ausgewiesen und berechenbar. Ein Rückkaufswert ist sofort vorhanden.

Kosten „fressen“ Rendite

Die meisten Kunden suchen nach der „richtigen“ Strategie, nach „dem“ Anlagemodell. Hier unterliegen Sie regelmäßig der Versuchung der Finanzindustrie tolle undurchsichtige Produkte zu kaufen, die Ihnen als Eierlegende Wollmilchsau vorkommen. Die Größte Stellschraube bei Ihrer Anlage ist die „Kostenschraube„. Verringern Sie die Kosten Ihrer Anlage und Sie erhalten automatisch mehr Rendite.

Sie erkennen im folgenden Bild, dass Versicherer, Banken und Investmentgesellschaften an Ihrer Police kräftig mit verdienen. Solange Sie dieses Modell nicht offen erkennen, werden Sie weiterhin denRenditeversprechen aus den Modellrechnungen glauben müssen. (Hier sind übrigens die meisten Gebühren gar nicht eingerechnet. Wir machen diese Kosten erst einmal sichtbar in der Beratung.)

Kosten in einer Fondspolice

Warum Honorar zahlen?

Eine Honorarberatung kostet Geld. Eine Provisionsgetriebene Beratung oft viel viel mehr. In diesem Beispiel wird deutlich, was der Unterschied zwischen einem „normalen“ Verkäufer ausmacht und einem Honorarberater, der keinerlei Zuwendungen von Produktgebern erhält. Dieser kann Ihnen völlig frei wesentlich günstigere Produkte empfehlen. Selbst wenn Sie Ihrem Berater ein hohes Honorar bezahlen, erhalten Sie mit dem Honorartarif immer noch eine wesentlich höhere Ablaufleistung. Diese Kosten müssen natürlich in der Gegenüberstellung berücksichtigt werden. Dies ist Grundlage jedes Beratungsgesprächs.

Fazit

Sie haben nun die Wahl. Denn Sie sind jetzt in der Lage den Unterschied zwischen Provisionstarif und Honorartarif zu erkennen. Natürlich ist die Anlagewelt auch nicht immer so einfach wie hier in dem Beispiel: A oder B. Es gibt verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten. Diese sollten in einer ordentlichenFinanzplanung gemeinsam mit ihrem Berater besprochen werden. Erst dann folgt die Produktauswahl.

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